Die Entstehung

Die Idee eines Ruhewalds im Rittergut Ribbesbüttel kam Julius Löbbecke im Jahr 2018

Beim Besuch eines Bekannten, der selber einen Bestattungswald in Süddeutschland betreibt, entstand bei Julius Löbbecke im Mai 2018 die Idee einen Ruhewald in Ribbesbüttel zu errichten. In der folgenden Zeit reifte der Gedanke bei der Besichtigung vieler weiterer Bestattungswälder, und im Herbst 2019 wendete sich die Familie Löbbecke mit einer ersten Anfrage an die Samtgemeinde Isenbüttel.

Ein erster Ortstermin mit der Naturschutzbehörde und den Verantwortlichen der Samtgemeinde fand dann im Januar 2020 statt.

In den nächsten Monaten bis zum Sommer wurde ein über 40 Seiten langes Naturschutzfachliches Gutachten erstellt und zur Genehmigung beim Landkreis eingereicht. Die Samtgemeinde Isenbüttel übernahm die Trägerschaft des neuen Ruhewaldes und nach erfolgter Genehmigung durch den Landkreis konnte mit der Errichtung begonnen werden.

Im Eingangsbereich wurde ein Aussichtsplateau angelegt und mit einem Natursteingemisch ausreichend Parkplätze zur Verfügung gestellt. Mit Eichen aus dem eigenen Wald bauten wir Bänke und errichteten einen Andachtsplatz. Neben den Sitzgelegenheiten besteht dieser aus einem 4 m hohen Kreuz, einem Lesepult und einem Urnensockel.

Damit der Andachtsplatz barrierefrei zu erreichen ist, haben wir vom Parkplatz bis zum Platz einen festen Weg eingebaut.

Den Rest der Ruhewaldfläche haben wir mit zwei Rundwegen erschlossen, wobei diese als natürliche Trampelpfade gehalten und nur durch den Bau einiger Brücken komplettiert werden. Um ein gewisses Maß an Verkehrssicherheit herzustellen, wurde speziell über den Wegen, am Parkplatz und am Andachtsplatz Totholz aus den Baumkronen entfernt. Hierbei kamen zwei Lkw Steiger und mehrere Baumkletterer zum Einsatz.

Ein großer Teil des Waldes bestand aus Fichten, die, wie in vielen Wäldern, vom Borkenkäfer zerstört wurden. Dieser Teil musste erst vollständig geräumt werden. Im Anschluss wurde die Fläche gemulcht und durch das Pflanzen verschiedenster junger Laubbäumen wieder zukunftsfähig gemacht.

Da die Fläche des Ruhewaldes eine hohe Artenvielfalt sowohl bei den Tieren als auch bei den Pflanzen aufweist, war es uns besonders wichtig, die Funktionen als Lebensraum in jeder Hinsicht zu erhalten.

Deshalb finden Sie Totholz in den unterschiedlichsten Formen in unserem Wald. Neben stehenden Biotopbäumen gibt es beispielsweise auch immer wieder Haufen aus Geäst die als sogenannte „Benjeshecken“ dienen.

Am Parkplatz haben wir eine Infotafel aufgestellt, die auch einen Lageplan beinhaltet. Sämtliche Ruhebäume wurden vermessen und in ein Baumkataster übernommen. Abschließend wurden Nummern an den Bäumen angebracht und in den entsprechenden Farben hinterlegt.